Das erste Abenteuer dient mehr als ein Tutorial, um die Regeln kennenzulernen. Man muss sie allerdings vorher schon gelesen haben, da sie nicht, wie es heutzutage üblich ist, während des Spiels beigebracht werden. Aber immerhin sind diese Regeln recht leicht zu erlernen auch wenn diese etwas komisch formuliert sind doch erinnern sie stark an Hero Quest. Der Unterschied ist, dass man nicht einfach am Gegner vorbeilaufen kann, da man sonst einen Parierschlag erhält. Das passiert auch beim Lösen eines Kampfes. Daher sollte man sich schon überlegen, wie man sich positioniert. Aber immerhin darf man hier auch diagonal angreifen.
Das erste Abenteuer war recht kurz, daher haben wir es gleich mit Abenteuer 2 zusammengetan. Daher haben wir die Soloregeln mit einem wandernden Monster übernommen, um das Spiel noch etwas spannender zu machen. Die Helden bekommen nun immer nach einer Runde, in der keine Monster auf dem Plan sind, ein einziges Monster auf einem freien Feld gestellt, das sich auch gleich bewegen darf.
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| Der gerüstete Untote zwingt den Barbar in die Knie |
So war das Ziel in der ersten Runde schnell erreicht, den Ausgang finden, ohne viel zu suchen. Beim Thema „suchen” hier darf man sogar in Gängen suchen, was auch wieder anders ist als bei Hero Quest, wo man nur in Räumen suchen darf.
So konnten die Helden im Einführungsspiel beim Betreten des Dungeon schnell alle Räume mit Monster befreien und so einen Raum nach dem anderen „clearen”, natürlich dank guter Würfelwürfe.
Hier werden die Kämpfe nämlich nebenbei zusammen abgehandelt, indem jeder seine Nahkampfwürfel wirft. Die höchste Augenzahl pro Würfel schlägt die des Angreifers bzw. Verteidigers. Der Verteidiger kann dann dank seiner Rüstung zum Beispiel die 1 oder 2 auf einem Würfel direkt ignorieren.
So war die erste Partie inklusive Abenteuer nach knapp einer Stunde schon erledigt.
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| Zwei 6 des Zombie , schlagen die 3 und die 2 im Nahkampf |
Das sollte sich bei Abenteuer zwei doch etwas ändern. Da sich hier zum ersten Mal gerüstete Untote im Spiel befanden, die mehr Verteidigung hatten und somit mehrere Treffer standhielten, konnten diese auch einige Treffer mehr austeilen. Leider zählt in einem Nahkampf jeder Treffer nur als ein Schaden bei Helden was die Monster verursachen. Ihr trefft ihn z. B. mit zwei Würfeltreffern, dieser wird aber nur als eine Wunde gezählt. Beim Held gegen das Monster ist das nicht der Fall, da zählt jeder Treffer. Ein bisschen komisch, aber okay, ist halt so. Auch können sich die Helden nach einem Ableben wieder regenerieren und somit weiter im Kampf teilnehmen. Das beinhaltet zwar einen Expertpunkt weniger nach Abschluss der Mission und der Bösewicht hat einen Unterbrechungsmarker mehr, um den Guten einen Schritt voraus zu sein, was aber dennoch irgendwie unfair ist, gerade bei den ersten Missionen. Da jene Helden diese zu leicht überstehen können und förmlich durchrennen, was etwas schade ist und die Immersion nimmt.
Die Unterbrechungsmarker werden wiederum genutzt, um zwischen den Zügen der Helden ein Monster zu aktivieren, das eigentlich nicht an der Reihe wäre.
Wie auf den Bildern zu sehen ist, konnten wir die Helden aber gut beharren. Mein Tipp besteht darin, sich immer nur auf einen Helden zu konzentrieren, damit wenigstens ein Held einmal bewusstlos wird und sich wiederbeleben muss, statt jedem einfach nur ein paar Wunden zuzufügen. So konnte ich den Barbar einmal in die Knie zwingen und ihm einen Expertpunkt entziehen, nur um zu sehen, wie er eine Runde später wieder auf die Beine kommt. Was wir vermissen, ist die Tatsache, dass die Skelette beim Vorgänger vorher zu Knochenhaufen wurden und wieder auferstehen konnten. Diese Regel wurde aber leider entfernt, was wir gerade für den Schwierigkeitsgrad und die Spannung als zuträglich empfunden haben. Mal sehen, ob wir diese wieder hier mit einführen.
Aber am Ende macht der Spaß das Spiel aus und das liegt daran, dass es einfach wie Heroquest ist, nur mit einer kleineren Map. Okay, die müsste schon etwas größer sein, aber die Regeln mit dem Parierschlag sind fantastisch, sodass wir sie sogar für Heroquest übernommen haben. Wir sind auch von den Figuren überrascht, die schöner und detaillierter wirken als zuletzt gedacht. Aber auch hier zeigt sich, dass dieses Spiel mehr Karten gebraucht hätte, denn es gibt kaum Gegenstände zu kaufen oder zu finden. Und trotz drei Erweiterungen, ihr lest richtig, drei, mehr wird es wohl auch nie geben . Hat man nicht so viel auswahl, um wirklich sagen zu können, dass es Abwechslung bietet. Aber dennoch sind wir gespannt, wie sich das Spiel weiterentwickelt und wie unterschiedlich die Missionen sind, sodass es noch lange Zeit Spaß macht.






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