FOLKLORE DES MONATS

 FOLKLORE DES MONATS  Arten von Gespenstern, Teil 1 

aus dem Buch Rätselhafte Geister und Gespenster

Willkommen zurück hier in unserer neuen Rubrik, zu einer weiteren kleinen Klassifizierung aller möglichen spukhaften Erscheinungen. In dieser kleinen Blog-Reihe hat unser Club versucht, Kategorien für verschiedene Spukphänomene zu entwerfen, basierend auf ihrer Darstellung in Folklore und lokalen Legenden. Oft stellen wir uns unter Geistern die Schatten Verstorbener vor, Tote die zurückkehren, um die Lebenden zu behelligen. Doch im Reich der Folklore muss ein Geist nicht zwangsläufig eine menschenähnliche Gestalt annehmen. Tatsächlich beherbergt das Reich der Gespenster eine ganze Menagerie an Phantomen! 

Es scheint darunter eine große Vielfalt an tierischen Erscheinungen zu geben, die regelmäßig ihr Unwesen treiben, so zahlreich dass sich im Handumdrehen diverse Unterkategorien bilden lassen. Zu den wohl berühmtesten dieser gespenstischen Bestien zählen die gefürchteten „Schwarzen Hunde“, die überall auf den Britischen Inseln in Erscheinung treten sollen. Die meisten Regionen haben ihre eigene Version dieses berühmten Phantomhundes, oft mit einem lokalen Namen wie Barguest, Trash, Padfoot, Grim, Shuck, Skeff oder Galleytrot. Größtenteils werden sie als riesige, pechschwarze Hunde beschrieben, oft mit zotteligem Fell und glühend roten Augen. Es gibt jedoch lokale physiologische (oder sollte man besser sagen: ektoplasmatische?) Varianten: So wird der „Black Shuck“ aus Norfolk bisweilen mit nur einem einzigen glühenden Auge geschildert, während die „Yeth Hounds“ aus Dartmoor mitunter als kopflos gelten (weitere Geschichten über die Phantomhunde von Dartmoor sind hier zu finden). 

 


Im Allgemeinen gelten diese Geisterhunde als böses Omen, man glaubt, dass ihr Erscheinen den Tod ankündigt. Trotz ihres furchterregenden Rufs haben die britischen Schwarzen Hunde jedoch einen bemerkenswerten kulturellen Einfluss ausgeübt: Sie inspirierten Sir Arthur Conan Doyle zu -Der Hund von Baskerville- tauchten aber auch als „Grim“ in der Harry-Potter-Reihe auf und dienten Musikern wie Led Zeppelin, Nick Drake und The Darkness als Inspirationsquelle. Vielleicht bringen diese gespenstischen Hunde also gar kein so großes Unglück, wie die Folklore uns glauben machen will... 

 
Zum Abschluss noch eine Karte über die Geisterhunde und wo sie erschienen sind

Nachdem wir nun einen kleinen Einblick dieser Geistererscheinungen betrachtet haben, werden wir uns beim nächsten Mal auf die Spur weitere ungewöhnlicherer, nicht menschlicher Phantome begeben, die in der Welt der Folklore und Legenden ihr Unwesen treiben.

 

 

Kommentare