Letzte Nacht haben wir mal wieder das spannende Brettspiel Timberweed gespielt. Bei dem wir vor einer kniffligen Mission standen: Das Funkgerät reparieren, den Generator verteidigen und genug Durchhaltevermögen beweisen, um eine Verbindung zur Rettung herzustellen.
Zu Beginn wurden sechs verdeckte Marker verteilt,
und wir würfelten aus, unter welchem der sechs Marker ein Reparatur-Kit und
ein Schlüssel verborgen waren. Anschließend wurden die Marker verdeckt
in verschiedene Räume der Gebäude gelegt.
Unsere vier Charaktere starteten alle in der Radiostation. Nach kurzer Abstimmung teilten wir die Überlebenden so auf, dass sie möglichst schnell in unterschiedliche Bereiche gelangen konnten, um die entscheidenden Marker zu finden. Währenddessen bereitete der Zombiespieler seine Pläne vor und platzierte seine untoten Horden strategisch, mit dem Ziel, uns das Leben schwer und vor allem den Generator der Radiostation unbrauchbar zu machen.

Unsere Überlebenden wappnen sich
Sally und Nikki begaben sich in den Süden, während Sheriff Anderson und Ed Baker, unser schlagkräftiger Draufgänger, Richtung Norden strebten. Auf ihrer Suche trennten sich Sally und Nikki kurzzeitig, um eine Taverne und andere Gebäude zu durchsuchen. Dank ein wenig Glück beim Würfeln konnten sie einigen Zombieangriffen ausweichen und schließlich einen der wichtigen Marker sichern, bevor sie sich gemeinsam gegen eine herannahende Zombiehorde verteidigten.

Sally und Nikki erwehren sich ihrer Haut
Sheriff Anderson setzte seine Polizeiflinte ein und schaltete zwei Zombies aus sicherer Distanz aus , glücklicherweise hatte er noch genug Munition in der Tasche. Ed machte während seiner Suche eine erfreuliche Entdeckung: eine Feueraxt, die sich mehrfach als überlebenswichtig erwies. Die Zeit verstrich langsam, aber wir konnten die Zombies in mehreren kurzen und nervenaufreibenden Kämpfen immer wieder erfolgreich zurückdrängen.
Man kann kaum glauben, wie sehr man bei den Kämpfen in diesem Brettspiel mitfiebert und darauf hofft, keine schlechten Würfelzahlen zu erwischen. Natürlich, auch bei Zombicide spürt man diese Spannung, aber dort gerät man seltener in wirklich aussichtslose Nahkämpfe mit Zombies. Das liegt vor allem daran, dass man den meisten Zombiehorden aus dem Weg gehen kann, da sich innerhalb kurzer Zeit eine massive Ansammlung an Zombies an einem Ort bildet. Und zweitens man effektiv auf Fernkampf setzen kann! Bei diesem Spiel hingegen steht man meist nur einer kleinen Gruppe Zombies gegenüber. Doch es ist umso schwieriger, sie abzuwehren: Mit nur zwei Würfeln gegen einen Zombie benötigt man einen Pasch, um diesen zu besiegen , es sei denn, es steht gerade eine passende Karte zur Verfügung. Jeder Nahkampf wird dadurch zu einer echten tödlichen Herausforderung.

Erfolgreich abgewehrt und dank der passenden Karte den Zombie besiegt
Letztlich gelang es Sheriff Anderson, das Reparaturkit für das Funkgerät zu finden. Jedoch ging ihm mitten in einem heftigen Kampf die Munition aus, weshalb er gezwungen war, seine Flinte zurückzulassen. In einer verzweifelten Aktion kehrten alle vier Überlebenden zurück zur Radiostation.
Kaum hatten sie sich dort versammelt, spielte der Zombiespieler eine äußerst fiese Karte aus: Das Licht der Station begann bedrohlich zu flackern und erlosch plötzlich komplett. Zu unserem Entsetzen entpuppte sich der Holzboden des Raumes als verborgener Zugang zu einer Brutstätte, aus der eine regelrechte Flut von Untoten hervorsprudelte. Sekunden bevor die Zombies sie erreichten, flüchteten die Überlebenden in den Funkraum, verriegelten hastig die Tür und begannen mit der Reparatur des Funkgeräts – ihre letzte Hoffnung, Kontakt zur Rettung herzustellen.

Eine verborgene Laichgrube direkt unter der Funkstation
Am Ende konnten wir das Spiel mit einem denkbar knappen Sieg abschließen. Der Beginn war wie gewohnt ruhig, doch der Zombiespieler hielt uns mit seinen taktischen Manövern permanent unter Druck. Trotz aller Widrigkeiten hatten wir letztlich ein Quäntchen Glück und erreichten unser Ziel. Nun bleibt nur die Frage: Wird die verbarrikadierte Tür standhalten, bis Hilfe eintrifft? Drückt uns die Daumen!
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